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Die IK-Klassifizierung von Leuchten, auch als IK-Stoßfestigkeitsgrad oder IK-Schutzart bekannt, ist ein internationaler Standard, der angibt, wie widerstandsfähig eine Leuchte gegen mechanische Krafteinwirkung ist. Damit beschreibt sie den Schutz gegen mechanische Beanspruchung durch Stöße und Schläge. Das ist besonders wichtig für Leuchten in den Bereichen Bahn und Beförderung, Haft und Gewahrsam, Psychiatrie und Maßregelvollzug sowie Stadt und Gemeinde.

In diesem Beitrag erfahren Sie, mit welchen Tests wir den Schlagfestigkeitsnachweis führen. Wir erklären außerdem, was IK10 konkret bedeutet. Und wir zeigen, warum wir die Messlatte bis auf IK20 höher legen, als die Norm es verlangt.

IK-Klassifizierung: Pendel-Hammer oder Fall-Hammer Test

Was ist die IK-Klassifizierung?

Die ik klassifizierung von leuchten nach EN 62262 gibt an, wie viel Schlagenergie das Gehäuse eines elektrischen Betriebsmittels, wie z.B. einer Leuchte, gegen äußere mechanische Einwirkungen aushält. Man spricht hier auch von der IK-Schutzklasse von Gehäusen elektrischer Geräte. Der IK-Code gibt damit Auskunft darüber, wie gut unsere Leuchten gegen mechanische Einwirkungen geschützt ist.

Offiziell beginnt die Skala bei IK00 (kein Schutz) und reicht laut EN 60068-2-75 bis IK11 (50 Joule). Da unsere Produkte jedoch für besonders anspruchsvolle Umgebungen mit hohem Sicherheitsrisiko entwickelt werden, muss ihre Stoßfestigkeit weit über diese Norm hinausgehen.

Die Skala ist für vandalensichere und schlagfeste Anwendungen also erst ab IK08 praxisrelevant.

Unsere Produkte durchlaufen einige der härtesten Tests der Branche

Wir nutzen Tests nach EN 60068-2-75, um die Schlagfestigkeit unserer Produkte nachzuweisen. So wird die hohe Robustheit von Designplan-Leuchten nachvollziehbar und transparent belegt.

Das hilft unseren Kunden zu verstehen, wo sie unsere Produkte einsetzen können. In besonders anspruchsvollen Umgebungen ist die Gefahr von Vandalismus oft größer. Deshalb sollte hier auch die IK-Stoßfestigkeit höher sein.

Unsere Produkte werden in Projekten eingesetzt, die weit höheren mechanischen Belastungen standhalten müssen. Deshalb haben wir die Skala über die offizielle Obergrenze hinaus erweitert – bis auf 250 Joule (IK20).

IK10 – die praxisrelevante Mindestanforderung

IK10 beschreibt eine Schlagfestigkeit von 20 Joule. Diese Schutzklasse wird bei Leuchten in öffentlich zugänglichen Bereichen oder an besonders gefährdeten Orten am häufigsten gefordert.

Getestet wird mit einem Gewicht von 5 kg, das aus 400 mm Höhe auf den Diffusor der Leuchte fällt. Viele Ausschreibungen fordern IK10 als Mindestwert. Das gilt besonders im Bahn-, Justiz- und Kommunalbereich. Wie sich diese Klasse in die komplette Skala einordnet, zeigt die folgende Übersicht:

Nomenklatur des IK-Stoßfestigkeitsgrades

Gewicht Fallhöhe Testart Schlagenergie Klasse
1,75 kg 295 mm Pendel-Hammer oder Fall-Hammer Test 5 Joule IK 08
5 kg 200 mm Pendel-Hammer oder Fall-Hammer Test 10 Joule IK 09
5 kg 400 mm Pendel-Hammer oder Fall-Hammer Test 20 Joule IK 10
10 kg 500 mm Fall-Hammer Test 50 Joule IK 11

Bitte beachten Sie, dass EN 60068-2-75 keine Codes über IK11 zuweist. Die folgenden Codes werden von Designplan Lighting extrapoliert und mit IK-Referenzen versehen.

Gewicht Fallhöhe Testart Schlagenergie Klasse
10 kg 625 mm Fall-Hammer Test 62,5 Joule IK 12
10 kg 750 mm Fall-Hammer Test 75 Joule IK 13
10 kg 1000 mm Fall-Hammer Test 100 Joule IK 14
10 kg 1250 mm Fall-Hammer Test 125 Joule IK 15
10 kg 1500 mm Fall-Hammer Test 150 Joule IK 16
10 kg 1750 mm Fall-Hammer Test 175 Joule IK 17
10 kg 2000 mm Fall-Hammer Test 200 Joule IK 18
10 kg 2250 mm Fall-Hammer Test 225 Joule IK 19
10 kg 2500 mm Fall-Hammer Test 250 Joule IK 20

IK20 – unser Sicherheitsstandard über die Norm hinaus

Bei der IK-Klassifizierung von Leuchten testen wir unsere Produkte bis IK20 – mit 250 Joule Schlagenergie, mehr als das Fünffache der offiziellen Norm-Obergrenze. 

Play Video

Im Video werden die Kräfte, die bei der IK-Klassifizierung wirken, mithilfe von Profisportlern sichtbar gemacht. Unseren härtesten Test, die Prüfung zu IK20, übersteht nicht einmal ein Baseballschläger. Weitere extrem harte Tests, die unsere Produkte bestehen müssen, finden Sie in unserem Prüflabor.

FAQs

Was ist der Unterschied zwischen IK-Schutzart und IP-Schutzart?

Die IK-Klassifizierung beschreibt den Schutz gegen mechanische Stöße, die IP-Schutzart den Schutz gegen Staub und Wasser. Beide Angaben werden bei Leuchten häufig gemeinsam genannt, da sie unterschiedliche Aspekte der Robustheit abdecken.

Was bedeutet IK10 bei Leuchten?

IK10 bedeutet, dass die Leuchte einem Aufprall mit 20 Joule Energie standhält. Getestet wird das mit einem 5 kg schweren Gewicht, das aus 400 mm Höhe auf den Diffusor fällt. Diese Klasse wird in Ausschreibungen – etwa im Bahn-, Justiz- und Kommunalbereich – am häufigsten verlangt.

Gibt es IK-Klassen über IK11?

Die offizielle Norm EN 60068-2-75 definiert IK-Klassen nur bis IK11 mit einer Schlagenergie von 50 Joule. Designplan führt darüber hinaus im eigenen Labor zusätzliche Prüfungen bis 250 Joule durch. Diese Prüfungen heißen IK12 (62,5 Joule) bis IK20 (250 Joule) – auch wenn das keine offiziellen Normbezeichnungen sind.

Wie wird die IK-Klassifizierung geprüft?

Die IK-Klassifizierung wird durch genormte Schlagprüfungen nach EN 60068-2-75 ermittelt. Dabei trifft ein definiertes Gewicht mit festgelegter Energie auf den Diffusor der Leuchte, um dessen Schlagfestigkeit nachzuweisen.

Welche IK-Klassifizierung wird für vandalensichere Leuchten empfohlen?

Wie hoch die IK-Klassifizierung sein muss, hängt vom jeweiligen Projekt ab. Häufig wird mindestens IK10 (20 Joule) verlangt; in besonders anspruchsvollen Umgebungen empfehlen wir jedoch höhere IK-Schutzarten, um einen langfristigen Einsatz gewährleisten zu können.

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