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Korridore und allgemeine Warteflächen erfordern ggf. tagsüber hohe Beleuchtungsstärken, was nachts nicht unbedingt der Fall ist. Tageslichtnutzung, separates Schalten von LED-Leuchten, Dimmen oder Bewegungsmelder optimieren den Energieverbrauch. 

In unterirdischen Bereichen von Personenverkehrsanlagen ist die Beleuchtung so zu gestalten, dass Personen während des Zugangs zu bzw. des Abgangs von diesen Bereichen keinen starken Unterschieden im Niveau der Beleuchtungsstärke ausgesetzt werden. 

Der Bereich der Sehaufgabe ist dabei so gleichmäßig wie möglich zu beleuchten, um die Erkennbarkeit von Objekten stets zu gewährleisten. Besondere Aufmerksamkeit gilt auch hier der Bahnsteigkante. Die generelle Blendungsbewertung sowie die spezielle Blendungsbewertung für Triebfahrzeugführer spielen ebenfalls eine sehr wichtige Rolle. 

Beleuchtung einer U-Bahn Station

Empfehlungen für unterirdische Bahnsteige

uPVAs sind unterirdische S-Bahn- oder U-Bahn-Haltepunkte und liegen meist im städtischen Umfeld. Deshalb ist zu Stoßzeiten mit vielen Fahrgästen zu rechnen. Eine durchdachte U-Bahn Beleuchtung ist hier besonders wichtig, da hohe Fahrgastzahlen und kurze Taktzeiten sichere Orientierung und schnelle Erkennbarkeit erfordern.

Hier sind hohe Anforderungen an die Beleuchtungsstärke gefragt – bis zu 200 Lux. Eine durchgängige Lichtband-Anordnung deckt das trotzdem mit geringerem Lichtstrom pro Leuchte ab. Durch die große Leuchtfläche bleibt die Ausleuchtung gleichzeitig homogen und die Leuchtdichte niedrig. 

Wegen der üblichen Montageposition am Bahnsteig ist hier der Einsatz von Produkten mit asymmetrischer Lichtverteilung zu empfehlen. Das erfüllt zum einen die erhöhten Anforderungen im 1-Meter-Randbereich der Bahnsteigkante. Zum anderen sorgt es für eine gleichmäßige Ausleuchtung des gesamten Bahnsteigs. 

Auch bei besonders breiten Bahnsteigen oder lichttechnischen Problemzonen gibt es eine Lösung: Aus derselben Leuchtenfamilie lässt sich eine Einzelleuchte oder ein Lichtband ergänzen. Diese haben das gleiche Erscheinungsbild, strahlen aber symmetrisch statt asymmetrisch ab.

Alle verwendeten Leuchten sollten stoßfest (mindestens IK08) und gut gegen Staub und Wasser geschützt sein (mindestens IP65). Langlebige, recycelbare und farbstabile Gehäuse aus Stahl oder Aluminium sind zudem leicht zu reinigen. 

So bleibt das optische Erscheinungsbild über Jahrzehnte homogen. Durch das System mit wechselbaren Geräteträgern sind durchzuführende Upgrades inkl. der zu erwartenden technischen Weiterentwicklungen über die Lebensdauer einfach umzusetzen.

Technische Unterstützung

Grundlage bei der Planung von unterirdischen Personenverkehrsanlagen ist im Bereich der DB InfraGO AG die Richtlinie 813.05. 

Unteridrische Bahnsteige

In überdachten Bahnsteigbereichen sind vorzugsweise lineare LED-Leuchten einzusetzen. Die Leuchten sind parallel zur Bahnsteigachse und außerhalb des geschützten Bereichs anzuordnen. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Lux-Werten an der Bahnsteigkante. 

Optische Systeme sind so zu konzipieren, dass die in der RIL813.05 für den jeweiligen Anwendungsfall veröffentlichten Begrenzungen der Blendung grundsätzlich im gesamten Projekt eingehalten wird. Dies ist rechnerisch vom Planer nachzuweisen. 

Die richtige S-Bahn und U-Bahn Beleuchtung

S-Bahn- und Bahnsteige der Regionalbahn liegen oft tiefer als U-Bahnsteige. Auch die Zuglängen unterscheiden sich, was die Bahnsteiglänge und damit die Leuchtenanordnung beeinflusst. 

Bei der U-Bahn spielen dagegen kürzere Taktzeiten und mehr Fahrgäste eine größere Rolle. Die U-Bahn Beleuchtung muss deshalb auf schnelle Ein- und Ausstiegsvorgänge ausgelegt sein. 

Da die Strecken oft direkt in Tunnel übergehen, muss die Bahnsteigbeleuchtung auch mit der angrenzenden Tunnelbeleuchtung harmonieren. So werden abrupte Helligkeitswechsel für Fahrgäste und Triebfahrzeugführer vermieden. 

Trotzdem gelten für alle Systeme die gleichen grundlegenden Anforderungen. Dazu zählen gleichmäßige Ausleuchtung, geringe Blendung sowie Robustheit gegen mechanische Belastung und Witterung im unterirdischen Betrieb. 

Zugänge und Treppen

Die Zugangsbereiche bei Treppen erfordern genauere Betrachtung. So muss eine lichttechnische Berechnung von Treppen stufenweise erfolgen und nicht als geneigte Fläche oberhalb der Stufen. Bei Innentreppen sind gemäß RIL813.05 

die Leuchten vorzugsweise an der Decke anzubringen. Beim Begehen der Treppen soll eine Verschattung der Trittstufen vermieden werden. Die Unterkanten der Leuchten über der begehbaren Fläche müssen mindestens eine lichte Höhe von 2,30 m aufweisen. 

In Bereichen mit erhöhter Beschädigungsgefahr. Etwa durch Vandalismus oder sperrige Gepäckstücke. Sollten größere Montagehöhen oder schlagfeste Leuchten vorgesehen werden. In bestimmten Fällen dürfen sie an Seitenwänden oder Stützen in ausreichender Höhe befestigt werden. 

Beleuchtungsleitfaden Bahn und Beförderung

Unser Beleuchtungsleitfaden identifiziert typische Bereiche im Bahnbereich und konzentriert sich auf die Prinzipien einer guten Beleuchtung. Wir untersuchen die Vorteile einer robusten Konstruktion, der Einhaltung von Standards und spezifischer Designanforderungen für zuverlässige Beleuchtung.

Beleuchtungsleitfaden Bahn und Beförderung Designplan

FAQs

Welche Beleuchtungsstärke wird in unterirdischen Personenverkehrsanlagen gefordert?

Die erforderliche Beleuchtungsstärke richtet sich nach dem jeweiligen Anwendungsbereich und den geltenden Richtlinien. In unterirdischen S-Bahn- und U-Bahn-Stationen gelten hohe Anforderungen an die Ausleuchtung. Sie sorgt für sichere Orientierung und macht Personen, Hindernisse und Bahnsteigkanten gut erkennbar.

Warum sind asymmetrisch strahlende Leuchten an Bahnsteigen sinnvoll?

Asymmetrische Lichtverteilungen ermöglichen eine gezielte Ausleuchtung von Bahnsteigkanten und Sicherheitsbereichen. Gleichzeitig lenken sie das Licht effizient auf wichtige Flächen. So wird der Bahnsteig gleichmäßig ausgeleuchtet und lichttechnische Anforderungen lassen sich leichter einhalten.

Wie können Betriebskosten in unterirdischen Verkehrsanlagen gesenkt werden?

Moderne LED-Technologie, intelligente Steuerungssysteme, Dimmfunktionen und Präsenzmelder helfen dabei, den Energieverbrauch deutlich zu reduzieren. Zusätzlich sorgen langlebige Leuchten für geringere Wartungskosten und längere Wartungsintervalle.

Gibt es Unterschiede bei der U-Bahn Beleuchtung im Vergleich zu S-Bahn-und Regionalbahnsteigen?

Ja. S-Bahn- und Regionalbahnsteige liegen oft tiefer als U-Bahnsteige. Auch die Zuglängen unterscheiden sich – das wirkt sich auf die Leuchtenanordnung aus. Bei der U-Bahn Beleuchtung stehen kürzere Taktzeiten und ein höheres Fahrgastaufkommen im Vordergrund. Da die Strecken häufig direkt in Tunnel übergehen, muss die Beleuchtung zudem mit der angrenzenden Tunnelbeleuchtung harmonieren.

Warum ist eine gleichmäßige Beleuchtung in U-Bahn- und S-Bahn Stationen wichtig?

Eine gleichmäßige Ausleuchtung verbessert die Orientierung der Fahrgäste und erhöht das subjektive Sicherheitsgefühl. Dunkle Bereiche werden vermieden, Bahnsteigkanten, Treppenanlagen und Fluchtwege bleiben gut erkennbar und die Aufenthaltsqualität wird deutlich gesteigert.

Welche Richtlinien gelten für die Beleuchtungsplanung von unterirdischen Personenverkehrsanlagen?

Bei Projekten im Bereich der DB InfraGO AG bildet die Richtlinie 813.05 eine wichtige Planungsgrundlage. Sie definiert Anforderungen an Beleuchtungsstärken, Blendungsbegrenzung, Bahnsteigkantenbeleuchtung sowie die lichttechnische Auslegung von Zugangs- und Verkehrsbereichen.

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